Mit dem Workcamp haben wir es doch geschafft einige Orte Nordvietnams zu beuschen. Unser erstes Wochenende haben wir in der wohlbekannten Ha Long Bucht verbracht. Das Wochenende danach waren wir in Ninh Binh (ähnlich der Ha Long Bucht nur mit Flüssen und keinem Meer) und in Nam Dinh. In unserer Reisewoche waren wir nun in den Bergen, genauergesagt Sa Pa und Umgebung, nahe der chinesischen Grenze.
All diese Regionen waren landschaftlich unglaublich schön und vielseitig. Diese Orte haben wir als Touristen besucht - mit Kamera, Sonnenmilch, Geld und Wasser ausgestattet. Dementsprechend, war es dort auch. Besonders Ha Long und Sa Pa sind unter Touristen sehr bekannt. Also konnten wir sehr viele Sprachen hören, die kein Vietnamesisch waren, und überall hat man versucht einem was anzudrehen, natürlich zu höheren Preisen als gewöhnlich.
Diese ganzen Menschenmassen und das ganze Kalkül an Organisation hat mich teilweise echt fertig gemacht. In Ha Long zum Beispiel haben wir eine Kajaktour mitgebucht-was soviel hieß, wie einmal durch die Schlucht fahren. Das Boot, welches uns von Attraktion zu Attraktion geschifft hat, hat auf uns nur genaue 25 Minuten gewartet, dann mussten wir fertig mit dem Kajak fahren sein. So wurde dieser eigentlich echt friedlich und ruhige Ort teilweise echt zerstört, Müll hat man traurigerweise auch vermehrt im Wasser gesehen. Trotzdem würde ich sagen, dass ich froh bin diese wunderschönen Felsenlandschaften in echt gesehen haben zu können.
| Typischer Anblick in Ha Long und Umgebung |
| Ein weiterer typischer Anblick -Schiffe voll mit Touristen |
Ähnlich ging es mir da mit Sa Pa. Das Städtchen ist mitten im Gebirge gelegen, von dort aus kann man den höchsten Berg Vietnams (Fansipan) sehen und überall um einen herum sind Reisterassen. Zudem ist die Gegend dafür bekannt, dass dort ganz viele ethnische Minderheiten leben. Leider haben sie den Tourismus total für sich entdeckt und stehen in ihren traditionellen Gewändern an jeder Ecke und versuchen einem irgendwelche kleinen Souvenirs anzudrehen, teilsweise folgen sie einem auch mehrere Minuten lang.
Um Sa Pa herum gibt es ganz viele andere kleine Dörfer. Durch Einige haben wir eine zweitägige Trekkingtour gemacht . Unsere Wandergruppe bestand aus 14 Leuten, dazu kamen dann auch noch einige Hmongs (Anhänger einer ethnischen Minderheit), die immer 50 cm hinter einem hergelaufen sind und einem weiterhin was andrehen wollten. Das war mir anfangs echt zu viel, eigentlich hätte ich mir einfach gerne die Landschaft angeschaut und ein paar Fotos gemacht und wäre mit Ruhe gewandert, das ging aber durch den ganzen Andrang etc. gar nicht. So haben wir gemerkt, was Massentourismus mit einer Region anstellt und wie es die Menschen und den Ort verändert.
| Ninh Binh |
| Pause im Schatten, bevor es weiter zu nächsten Höhle geht |
| Panoramablick von der Umgebung Sa Pas |
| Reispflanzen im Vordergrund und die Terrassen im Hintergrund |
Nichtdestotrotz hatten wir eine super schöne Zeit, haben ganz tolle Landschaften entdecken können und hatten auch viele, nette Begegnungen.
Deswegen möchte ich euch ganz viele Fotos zeigen, damit ihr auch einen positiven Einblick habt.
Ich hoffe euch allen geht es gut!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen