Der Park ist echt schön gelegen, ziemlich nah am Wasser, man riecht durchgehend die Salzluft und zum Glück weht ständig ein kleines Lüftchen. Die Hitze setzt mir nämlich echt zeimlich zu, sobald man sich nur ein paar Meter bewegt fängt man an zu schwitzen.
Zudem haben wir in der ersten Woche viel körperliche Arbeit verrichtet, jeden Vormittag haben wir mit den Parkmitarbeitern zusammen Unkraut gejätet und Bäume gefällt, welche zu schnell wachsen und alles zuwuchern.
| Das Hauptquartier des Parkes |
Danach war man immer klitschnass geschwitzt und hat sich sehr auf Wasser und Essen gefreut. Trotzdem hat diese Arbeit Spaß gemacht. Ich hoffe, dass Esther ( meine Mitfreiwillige) und ich, das während unserem Aufenthalt ab und zu mal machen werden. Es ist schon eine Erfahrung mit so einer Machete zu arbeiten.
Des weiteren haben wir die Bibliothek des Parks ein bisschen auf Vordermann gebracht und eine Informationsecke über Kolping, den Freiwilligendienst, das Workcamp und die Partnerorganisation Vietnam and Friends (VAF) gemacht. Zudem haben wir in der Grundschule von Giao Thien -das ist das nahegelegene Dorf, sehr gut mit dem Fahrrad erreichbar- den 4. und 5. Klässlern und Klässlerinnen Englischunterricht gegeben. Die Kinder waren echt süß und haben super begeistert unsere Spielchen gespielt und die Lieder mitgesungen. Englisch sprechen können sie aber leider kaum. Zum Glück nehmen an dem Workcamp auch einige vietnamesische Freiwillige teil. Das hat uns alles sehr erleichtert und im Unterricht konnten sie alles gut übersetzten.
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| Klasse 4A, die Phoung und ich unterrichtet haben |
| Ein bisschen ländliche Idylle |
Vieles passiert hier auch einfach echt spontan und zeigt die totale Gastfreundschaft und Herzlichkeit:
Unsere Köchin (hatte am Montag leider ihren letzten Tag) hat uns vor einigen Tagen alle abends auf ihr Boot eingeladen, als wir auf einmal einen Stromausfall hatten und im Dunkeln saßen. Oder als wir im Bus saßen, auf dem Rückweg von Nam Dinh, einer großen Stadt in 1-2 Stunden Entfernung, und uns ein Mädchen (Kim Chi) zu sich nach Hause zum Abendessen eingeladen hat. Sie hat mitbekommen, dass wir Westler sind und Englisch sprechen können. Sie möchte unbedingt mehr Englisch lernen, so hat sie uns kurzerhand eingeladen. Wie man wohl merkt, wir werden hier ständig angeschaut und begutachtet, die Kinder schreien "Tây, Tây" -Westler, wenn sie einen sehen. So bekommen wir echt viel Aufmerksamkeit, oft werden wir auch gefragt, ob wir fotografiert werden können. Hier in die ländliche Gegend kommen Ausländer scheinbar nicht so oft, da sind dann viele sehr neugierig.
| Einer von den neugierigen Leuten, die ein Foto wollten |
Nun hoffe ich, dass ihr euch ein bisschen vorstellen könnt wie es hier so ist und was ich so erlebe. Von vielen von euch habe ich schon ganz viele Nachrichten und Berichte bekommen, ich freue mich immer darüber. Vielen Dank!

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